Der Landesparteitag der sächsischen Union am 29. November 2025 im Congress Center der Leipziger Messe war mit 21 Tagesordnungspunkten und über 40 Anträgen eine echte Herausforderung für die etwa 230 Delegierten, die dort zusammenkamen.
Tagesordnung und Ablauf
Zu Beginn standen wie üblich die Formalien auf der Tagesordnung: Wahl des Tagungspräsidiums, Einsetzung einer Mandatsprüfungskommission, einer Stimmzählkommission sowie einer Antragskommission — notwendige Gremien für einen korrekten Ablauf des Parteitags.
Danach folgten Berichte des Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten, des Landesschatzmeisters, der Rechnungsprüfer, der Mitgliederbeauftragten sowie der Mandatsprüfungskommission, bevor der bisherige Vorstand entlastet wurde.
Gastrede und Migrationspolitik
Als prominenter Gast des Parteitags war Alexander Dobrindt (CSU) geladen. Dobrindt nutzte seine Rede, um die restriktive Linie der Bundesregierung in der Migrations- und Abschiebepolitik darzustellen. Insbesondere kündigte er an, künftig konsequent Straftäter — u.a. nach Afghanistan und Syrien — abzuschieben. Seine Rede stieß auf breite Zustimmung bei den Delegierten — der zur Rede folgende Applaus war hoch. Das zeigt, wie stark dieses Thema die Landespartei beschäftigt und welchen Stellenwert die Migrationspolitik für die sächsische Union hat.
Rede des Landesvorsitzenden: „Sachsenstolz“ und politische Zielsetzungen
In seiner Ansprache hob Michael Kretschmer das Selbstverständnis der sächsischen Union hervor: Unter dem Motto „Sachsenstolz“ betonte er, man wolle „unsere Heimat dienen“, Werte verteidigen und Zusammenhalt leben. Die CDU in Sachsen verstehe sich als Garant für eine starke Wirtschaft, lebendige Städte und ländliche Regionen, Sicherheit und Verlässlichkeit.
Ziel sei es, mit dem neuen Landesvorstand die erfolgreiche politische Linie fortzusetzen und die sächsische Union bei der nächsten Wahl zu einem größeren Erfolg zu führen. Ein klarer Appell für Geschlossenheit und Zukunftsausrichtung.
Wahl des neuen Landesvorstands
Der zentrale Punkt des Parteitags — die Wahl des neuen Landesvorstands — zog sich naturgemäß über mehrere Wahlgänge hin, insgesamt sechs Wahlgänge standen an. Die Abstimmung erfolgte jedoch zügig dank eines elektronischen Wahlsystems.
Am Ende wurde Michael Kretschmer als Vorsitzender bestätigt — mit 83,04 % der Stimmen. Dieses Ergebnis ist zwar deutlich unter dem 2023er Wert von rund 89 %, bestätigt ihn aber trotzdem fest an der Spitze der sächsischen Union. Der neue Landesvorstand soll sich bereits am kommenden Montag zu seiner konstituierenden Sitzung treffen.
Inhaltliche Arbeit: über 40 Anträge und vielfältige Themen
Ein großer Teil des Parteitags war der Beratung und Beschlussfassung von über 40 Anträgen gewidmet. Die Themenvielfalt war beachtlich: Von Handwerk über Entbürokratisierung, Denkmalschutz, Energiepolitik, Luftverkehr bis hin zu Rentenfragen.
Diese breite inhaltliche Aufstellung zeigt, dass die sächsische CDU sich auch als Plattform versteht, um konkrete wirtschaftliche, soziale und kulturpolitische Anliegen Sachsens zu adressieren.
Bedeutung und Ausblick
Der Parteitag sendet klare Signale: Mit dem neuen Vorstand und der bestätigten Führung durch Kretschmer will die sächsische CDU geschlossen in die kommenden Jahre gehen — mit dem erklärten Ziel, ihre Politik für Wirtschaft, Heimat, Sicherheit und Ordnung weitere Stabilität zu geben.
Die starke Betonung der Migrations- und Asylpolitik — bekräftigt durch die Rede von Innenminister Dobrindt — zeigt, dass dies eines der zentralen Politikfelder der Partei bleiben wird. In Kombination mit wirtschafts-, energie- und rentenpolitischen Themen zeigte die Sächsische Union, ein breit aufgestelltes Profil zu zeigen.
Damit war der Blick explizit in die Zukunft gerichtet: Mit Blick auf die nächsten Wahlen will sie sich als verlässliche Kraft in Sachsen präsentieren — zugleich sendet sie das Signal der Geschlossenheit und der klaren politischen Linie aus.